Zum letzten Mal in dieser Saison flogen die Wildgänse aus, um sich auf die Jagd nach Punkten zu machen. Der Saisonabschluss fand in Känerkinden statt. Und dieses Känerkinden war dann auch der erste Gegner des Tages. Während dem die Spielervereinigung Wild Goose Wil-Gansingen den Platz unter den ersten drei Teams gesichert hatte, befand sich Känerkinden noch inmitten des Abstiegskampfes und war dringend auf Punkte angewiesen, um das Abstiegsgespenst aus der Mehrzweckhalle Dörlimatt zu vertreiben.
Die gut gefüllte Halle, welche vorwiegend Supporter der Baselbieter beherbergte, durfte denn auch als erstes Jubeln und die 0:1 Führung beklatschen. Noch vor der Pause, konnten Marc Hollinger und Pascal Weiss mit ihren Toren, Wild Goose in Führung bringen (2:1). Nach der Pause waren es die Gäste aus dem Aargau, welche besser ins Spiel fanden. Lukas Rohner überlistete den Känerkinder-Torwart zum 3:1. Die Floorball Crew steckte jedoch nicht auf und bezwangen Samuel Boutellier – der über die gesamte Partie gesehen eine sehr gute Leistung zeigte – mit einem flachen Schuss zum 3:2. Adrian Müller war es schliesslich mit einer Doublette, der das Spiel für Wild Goose entschied. Nach einem Time-Out der Floorball Crew Känerkinden, versuchte man es mit einem vierten Feldspieler anstelle des Goalies. Doch zu mehr als dem dritten Treffer reichte es nicht mehr. 5:3 hiess das Schlussergebnis. Manuel Huggenberger, konnte ein erfolgreiches Debüt als Coach der Wild Goose feiern.
Für das zweite Spiel gab es im Team der Aargauer einige Änderungen. Marc Hollinger verabschiedete sich in Richtung militärischer Pflichten. Dafür tauchte, für mich ganz überraschend und zum ersten Mal in dieser Saison, Thomas Vögeli auf dem Matchblatt der Wild Goose Wil-Gansingen auf. Er ersetzte Marc Hollinger. Der nächste Gegner der UHC Wehntal Regensdorf, hatte grosse Mühe ins Spiel zu finden. Es waren schliesslich die Wildgänse, die das erste Tor erzielten. Was im Anschluss folgte, war je ein Pfostenschuss von Regensdorf und einen der Wild Goose. Nach einer guten Viertelstunde, traf erneut Kevin Boutellier zum 2:0 und noch vor der Pause war David Kern für den dritten Treffer der Wild Goose besorgt.
In der zweiten Halbzeit setzte es schliesslich die ersten Strafen des Spiels ab. Stefan Zumsteg schloss in diesem Powerplay das Zuspiel von Thomas Vögeli erfolgreich ab. Für Wild Goose Wil-Gansingen trafen jeweils noch Pascal Weiss und Adrian Müller (erneut im Powerplay). Wer hier nun einige Treffer des Gegner vermisst, liegt richtig – es gab keinen. Die Regensdorfer scheiterten am bestens aufgelegten Schlussmann der Aargauer oder an sich selbst. Auch erstklassige Chancen wurden törichterweise nicht genutzt. So konnte das Team aus dem Mettauertal einen glatten 6:0 Sieg feiern.
Noch ein Wort zum Coach – Manuel Huggenberger. Ich habe selten einen Trainer erlebt, der sich derart um Bedürfnisse und das Wohlergehen der Spieler einsetzte wie Manuel Huggenberger. Er sorgte zwischen den Spielen höchstpersönlich dafür, dass die Spieler ihre Energiespeicher wieder auffüllten – dabei war er sich nicht zu schade, wo nötig persönlich die Fütterung zu übernehmen. Wahrlich ein Coach, wie er im Bilderbuch steht. Ein prominentes Jury-Mitglied bei „die Grössten Schweizer Talente“ aus dem Tessin würde jetzt vielleicht sagen – „nei wie herzig…“ Naja, wir lassen das mal so stehen.
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