Showdown am Freitag in Kappelen

Im Viertelfinal-Duell zwischen dem Schweizermeister UHC Kappeln und den Wild Goose Wil-Gansingen steht es in der Best-of-3 Serie nach zwei Spielen 1:1. Die Kappeler konnten am Samstag ihr Heimspiel im Berner Seeland souverän mit 14:5 gewinnen. Den wilden Gänsen gelang es nicht, ihr Spiel dem Gegner aufzuzwingen. Kappelen spielte schlicht zu stark, während bei Wild Goose bewährte Kräfte nicht auf Touren kamen. Auch liess die Chancenauswertung in diesem Spiel zu wünschen übrig. Das Schlussresultat war sicherlich zu hoch, doch der Sieg der Kappeler stand nie in Gefahr. Die Coaches und Spieler mussten sich über Nacht einiges einfallen lassen, damit am Sonntag keine weitere Niederlage folgen sollte. Also versuchte man personell in den Blöcken etwas auszuprobieren. Selbst die Spieler wussten nichts von diesem, im Nachhinein cleveren Plan. Doch dies alleine hätte nicht zu Sieg gereicht, hätten nicht auch die Spieler mehrere Gänge hochgeschalten. Von den beiden hervorragenden Torhütern bis hin zum Wasserträger, Wild Goose spielte an diesem Sonntag in Leibstadt die wohl beste Partie ihrer Geschichte. Denn der UHC Kappeln war vor diesem Sonntag seit einem Jahr nicht mehr bezwungen worden. Der Schweizer Meister- sowie der Cuptitel waren die logische Folge davon. Die Spielstarken Berner wurden aber an diesem Sonntag Opfer des unglaublichen Willens der Gänse. 60 Minuten lang rannte jeder für jeden und kämpfte bis zum Umfallen. Doch nicht nur dass, auch spielerisch konnte man mit dem Favoriten mithalten, ja, man war gar das etwas bessere Team. Es war ein Genuss diesem Spiel zuzusehen, es war spannend von Anfang bis Ende. Nach dem ersten Drittel hiess es 3:3, nach dem zweiten 5:5. Im letzten Drittel dann, konnte Wild Goose auf 9:5 davon ziehen. Spätestens beim neunten Treffer war allen klar, dass dies zum Sieg reichen würde. Am Ende siegte man mit 10:6 und fügte Kappelen die erste Niederlage der Saison zu.

Nun kommt es am kommenden Freitag in Kappelen zum Showdown um den Einzug in den Halbfinal. Die Kappeler sind gewarnt ab der Stärke der Gooser. Diese wiederum haben erneut nichts zu verlieren und können frei von der Leber hinweg spielen. Es wird mit Sicherheit eine enge Partie, welche die Zuschauer erwarten dürfen. Ob es dem Underdog aus dem Fricktal gelingt den Gegner zu eliminieren, darf erhofft werden. Es wäre ein neuer Höhepunkt der noch jungen Wild Goose Geschichte.